Anwendungsfälle
Überwachung von Netzbauarbeiten: Außendiensteinsätze steuern und Datenqualität sichern
Mit den digitalen Lösungen von Dotic können geografische Daten am Ende von Ausbau- und Bauprojekten erfasst, aktualisiert und qualitätsgesichert werden. Dadurch wird eine zuverlässige Datenbasis geschaffen, die eine effiziente Nutzung und nachhaltige Bewirtschaftung der Infrastruktur ermöglicht.
In der Praxis stehen Netzbauprojekte häufig vor mehreren Herausforderungen: eine Vielzahl von Beteiligten, verstreute Informationen, fehlende Synchronisierung zwischen Außendienst und Büro sowie unvollständige Daten nach Abschluss der Arbeiten.
Eine strukturierte Verwaltung der geografischen Daten am Ende der Bauphase ermöglicht die präzise Lokalisierung und Dokumentation der errichteten Infrastruktur sowie den Aufbau eines zuverlässigen geografischen Referenzsystems, das während des gesamten Lebenszyklus des Netzes genutzt werden kann.
Diese Phase der Datenerfassung und Qualitätskontrolle nach Abschluss der Arbeiten ermöglicht es, die Konformität der ausgeführten Bauwerke mit den Anforderungen des Netzbetreibers zu überprüfen und gleichzeitig Transparenz sowie den Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten zu fördern.
Operative und datenbezogene Herausforderungen im Zentrum von Netzprojekten
Die Überwachung von Netzbauarbeiten muss mehreren zentralen Anforderungen gerecht werden:
- den Fortschritt der Arbeiten im Feld verfolgen
- die Konformität der ausgeführten Bauwerke kontrollieren
- die Zuverlässigkeit der erfassten Daten sicherstellen
- die Nachvollziehbarkeit aller Maßnahmen gewährleisten
- die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Projektbeteiligten koordinieren
Diese Herausforderungen sind in allen Netzsektoren vergleichbar, weisen jedoch je nach Anwendungsbereich – beispielsweise FTTH, Trinkwasser, Abwasser oder Energieversorgung – spezifische Besonderheiten auf.
Daten bereits während der Bauphase strukturiert erfassen: ein durchgängiger Prozess
Die Überwachung von Bauarbeiten basiert auf einer präzisen Erfassung und Dokumentation der Infrastrukturobjekte im Feld.
Mit den Lösungen von Dotic:
- nutzen Techniker ConnectField zur Erfassung von Schächten, Sammlern, Hausanschlüssen und weiteren Komponenten von Schmutz- und Regenwassernetzen
- werden Daten über Formulare erfasst, die an die fachlichen Anforderungen angepasst sind
- wird jedes Bauwerk präzise georeferenziert
- werden Beobachtungen vor Ort, wie der Zustand der Bauwerke, Abflussverhältnisse oder festgestellte Anomalien, dokumentiert
Die Daten werden bereits bei der Erfassung strukturiert und stehen unmittelbar für die weitere Nutzung zur Verfügung.
Dieser Ansatz eignet sich besonders für ältere oder unzureichend dokumentierte Entwässerungsnetze.
Erfassung und Aktualisierung von Felddaten
Die Außendienstteams arbeiten direkt an den Infrastrukturen, um:
• die ausgeführten Bauwerke zu kontrollieren
• Daten zu aktualisieren
• durchgeführte Maßnahmen zu dokumentieren
• Anomalien und Abweichungen zu melden
Die Datenerfassung im Feld mit der mobilen Anwendung ConnectField bildet die Grundlage für die Sicherstellung einer hohen Datenqualität und Zuverlässigkeit.
Dank der Kompatibilität von ConnectField mit GNSS-Vermessungssystemen können zudem Bestandsaufnahmen der Genauigkeitsklasse A durchgeführt werden, wodurch eine präzise Georeferenzierung der Infrastrukturobjekte gewährleistet wird.

Zentralisierung und Visualisierung von Daten
Die erfassten Daten werden anschließend im geografischen Informationssystem (GIS) ConnectServices zentralisiert und stehen dort für die weitere Nutzung zur Verfügung. Dies ermöglicht:
• eine kartografische oder synoptische Visualisierung der errichteten Infrastruktur
• die Zusammenführung sämtlicher Informationen zu den Netz- und Infrastrukturkomponenten
• eine effiziente Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten des Ausbaus sowie den zukünftigen Betriebs- und Instandhaltungsteams

Qualitätskontrolle der Daten
Vor der Inbetriebnahme der Infrastruktur oder des Netzes müssen die erfassten Daten einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen werden. Die bewährte Lösung ConnectControl ermöglicht insbesondere:
- die Übereinstimmung des Netzes mit den ursprünglichen Anforderungen des Auftraggebers zu überprüfen
- die Konformität der Daten mit den GIS-Datenmodellen, technischen Vorgaben und fachlichen Anforderungen des Netzbetreibers zu validieren
- Inkonsistenzen und Datenfehler zu erkennen und deren Korrektur zu erleichtern
- eine zuverlässige Integration der Daten in GIS- und Fachanwendungen sicherzustellen

Management von Anomalien und Korrekturmaßnahmen
Die Lösungen ConnectField und ConnectControl ermöglichen die Erkennung von Anomalien sowohl im Feld als auch innerhalb der geografischen Datenstrukturen. Sie stellen sicher, dass jede Inkonsistenz:
- identifiziert werden kann
- qualifiziert und analysiert wird
- korrigiert werden kann
- über den gesamten Bearbeitungsprozess hinweg nachvollziehbar bleibt
Planung und Steuerung von Außendiensteinsätzen
Die Visualisierung und Zusammenführung aller Maßnahmen und Arbeiten innerhalb von ConnectServices ermöglicht es:
- Maßnahmen nach Priorität zu organisieren und zu planen
- Außendienstteams und Projektbeteiligte effizient zu koordinieren
- den Fortschritt von Korrektur- und Nachbesserungsmaßnahmen nachzuverfolgen
Alle diese Schritte gewährleisten eine durchgängige Verarbeitung geografischer Daten zwischen den verschiedenen Beteiligten eines Infrastrukturprojekts – vom Auftraggeber über ausführende Unternehmen und Dienstleister bis hin zum späteren Netzbetreiber.
Feld, Daten und operative Steuerung miteinander verbinden
Ein effizientes Baustellen- und Infrastrukturmanagement basiert auf der nahtlosen Verbindung zwischen:
- den Außendienstteams
- qualifizierten geografischen Daten
- GIS-gestützten Steuerungs- und Managementwerkzeugen
Im Feld:
- erfassen und aktualisieren die Mitarbeitenden die Daten direkt vor Ort
- dokumentieren sie die durchgeführten Arbeiten und Maßnahmen
- melden sie festgestellte Anomalien und Abweichungen
Im Büro:
- lokalisieren die Teams die geplanten oder erforderlichen Arbeiten
- verfolgen sie den Fortschritt der Maßnahmen
- steuern sie Korrektur- und Nachbesserungsmaßnahmen
- kontrollieren sie die Qualität und Konsistenz der Daten
Diese durchgängige Verbindung verhindert Informationsverluste und verbessert die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten im Rahmen eines transparenten und kollaborativen Projektansatzes.
Ein Ansatz für unterschiedliche Netzarten und Infrastrukturen
Unsere Lösungen sind darauf ausgelegt, die Anforderungen unterschiedlichster Infrastrukturen und Netzsektoren zu erfüllen:
Telekommunikationsnetze (FTTH)
- Überwachung von Glasfaserausbauprojekten
- Kontrolle und Aktualisierung von Infrastrukturdaten
- Validierung der Projektergebnisse und Dokumentationen
- Überprüfung und Validierung von Glasfaser- und Übertragungswegen
Trinkwassernetze
- Überwachung von Leitungs- und Rohrleitungsarbeiten
- Aktualisierung von Infrastruktur- und Anlagendaten
- Kontrolle von Hausanschlüssen und Netzkomponenten
- Validierung der Netzkontinuität und Konnektivität
Abwassernetze
- Überwachung von Arbeiten an Sammlern und Kanalisationsleitungen
- Kontrolle und Inspektion von Schächten und Netzbauwerken
- Prüfung der Qualität und Konsistenz von Betriebs- und Infrastrukturdaten
- Erfassung, Verwaltung und Nachverfolgung von Anomalien
Stromnetze und öffentliche Beleuchtung
- Überwachung von Installations- und Ausbauarbeiten
- Kontrolle von Anlagen, Betriebsmitteln und Ausrüstungen
- Überprüfung der Datenkonformität und Datenqualität
- Aktualisierung und Pflege der GIS-Datenbestände
Jedes Netz weist spezifische technische Anforderungen auf, basiert jedoch auf denselben grundlegenden Herausforderungen in Bezug auf die Überwachung von Arbeiten, die Qualität der Daten und die langfristige Zuverlässigkeit der Infrastruktur.
Die wichtigsten Schritte der Bauabnahme
Die Überwachung von Bauarbeiten geht weit über die reine Baustellensteuerung hinaus. Sie stellt einen strukturierten Prozess dar, der Außendiensteinsätze, GIS-Daten und das Management von Infrastrukturnetzen miteinander verbindet.
Durch die Strukturierung dieses Prozesses verbessern Organisationen die Qualität ihrer Infrastruktur, erhöhen die Zuverlässigkeit ihrer Daten und steigern die Effizienz ihrer operativen Abläufe.
Abnahme von Infrastrukturmaßnahmen nach Fertigstellung
- Abnahme von Infrastrukturmaßnahmen nach Fertigstellung
Qualitätskontrolle von Infrastruktur- und Geodaten
- Überprüfung der Konformität und Konsistenz der Daten vor ihrer Integration in das GIS sowie ihrer weiteren Nutzung für Betrieb, Analyse und Infrastrukturmanage
Mängelmanagement und Nachverfolgung von Korrekturmaßnahmen
- Mängelmanagement und Nachverfolgung von Korrekturmaßnahmen
Planung und Nachverfolgung von Außendiensteinsätzen
- Korrekturmaßnahmen im Feld organisieren und priorisieren
Die Verbindung zwischen Außendienst, Daten und Steuerung sicherstellen
Die Strukturierung der Bau- und Projektüberwachung ermöglicht es:
- die Qualität der Projektergebnisse zu verbessern
- die Zuverlässigkeit der GIS-Daten zu erhöhen
- den Fortschritt von Projekten besser nachzuverfolgen
- Fehler und Inkonsistenzen zu reduzieren
- die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu erleichtern
Die im Feld erfassten Daten stehen dadurch während des gesamten Lebenszyklus des Netzes unmittelbar für Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung zur Verfügung.
